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Weihnachtsvorbereitungen – immer dieser Stress

by Claudia
Alles dreht sich um Weihnachten; den perfekten Adventskalender, das perfekte Geschenk, das perfekte Weihnachtsmenue.

Mit rasanten Schritten geht es nun auf Weihnachten zu. Die Weihnachtsvorbereitungen laufen an vielen Orten auf Hochtouren. Wenn ich durch die Sozialen Medien scrolle, oder gar Tages- und Wochenzeitungen lese, dann dreht sich überall alles nur noch um Weihnachten. Um das perfekte Geschenk, das perfekte Weihnachtsgericht, die leckersten Weihnachtsguetzli und den superschönsten Adventskalender. Und bei mir? Bei mir ist alles noch in soo weiter Ferne. Ich gehöre wohl einfach nicht zu den perfekt organisierten Müttern und Frauen (sorry Männer, aber bei vielen Familien, ist das einfach nun mal das Ding der Frau!), die so weit im Voraus am Planen und am basteln sind.

Meine erste Konfrontation mit Weihnachten

Das erste Mal, dass ich dieses Jahr so richtig mit Weihnachten konfrontiert wurde, war Mitte August. Ich weiss es noch ganz genau, es war die erste Woche nach den Sommerferien. Meine Tochter kam gerade in den Kindergarten – wie viele andere Kinder auch – und alles lief drunter und drüber. Draussen verabschiedete sich langsam der Sommer, der Herbst kam in langsamen Schritten auf uns zu. Und meine Gedanken? Meine Gedanken kreisten sich um meine Töchter, die Znüni Vorbereitung und die neue Organisation im Alltag.

Und da las ich eines Morgens auf Facebook, um halb sieben Uhr morgens, also frisch aus dem Bett, wie eine Mami fragt „was bastelt ihr dieses Jahr für Weihnachtsgeschenke mit Euren Kindern? Brauche Ideen“. Ich war schon etwas sprachlos und irritiert, muss ich zugeben. Aber ja so war es!  Und schon war die Diskussion um Weihnachtsgeschenke und basteln in vollem Gange – ohne mich versteht sich. Und das kurz vor sieben Uhr Morgens im August? Soll das ein Witz sein?! Soll ich Euch erzählen, was mir da gerade durch den Kopf ging? Vielleicht lieber nicht, aber doch, denn ich stehe dazu: „Hat die nichts besseres zu tun?“ oder „ist ihr vielleicht gerade langweilig?“ und und und. Also für mich unvorstellbar, dass man Mitte August an Weihnachtsgeschenke basteln denken kann. Da bekomme ich regelrecht ein Schreianfall.

Und seit dann nahm das ihren Lauf. Vermehrt hat man dann auch im September und Oktober über Weihnachtsthemen gelesen, egal ob Print oder auf Social Media. Ok, es sind ja immerhin nur noch 3 Monate. Aber ein Grund, sich jetzt schon über Weihnachtsgeschenke zu unterhalten? Echt jetzt? Für mich irgendwie noch nicht so ganz.

In zwei Monaten ist Weihnachten

Erst Ende Oktober, der erste Tag nach unseren Herbstferien auf Kreta, ging ich in die Migros einkaufen. Da, genau da, wurde mir schlagartig bewusst: Mist, in zwei Monaten ist Weihnachten! Die Regale waren alle samt weihnachtlich gefüllt. Man könnt meinen übermorgen kommt der Samiklaus. Aber auch da, lässt mich das alles noch etwas kalt, es geht ja noch zwei Monate. Und trotzdem, überall nahm die Diskussion um Weihnachten, Geschenke und Adventskalender stetig zu.

Die richtige Weihnachtsdekoration gehört auch zur Weihnachtsvorbereitung

Weihnachtsdekoration in der Migros

Der absolute Hype Ende Oktober/Anfangs November diesen Jahres ist der Adventskalender. Nicht nur auf Facebook, sondern auch unter uns Bloggern. Alles dreht sich nur noch um Adventskalender. Die meistgestellte Frage: Wie füllt ihr Euren Adventskalender? Oder bei uns Bloggern, wer hat Lust bei meinem Adventskalender mitzumachen? Viele geben rege Tipps und Ideen.

Der zweite Renner, alle müssen dann noch ihren ach so tollen Adventskalender präsentieren. Wieso? Um jedem zu zeigen, wie früh ich dieses Jahr dran bin und wie kreativ ich bin? Ich weiss es nicht. Manchmal kommt es mir aber so vor, das Mütter oder in dem Fall mal wir Frauen, ein regelrechtes Geltungsbedürfnis haben, sich mitzuteilen zu müssen wie gut man in allem ist und wie perfekt organisiert sie sind.

Aber ey, ich finde das so cool, dass das einige unter Euch machen und auch können. Denn ihr erleichtert mir und anderen unglaublich die Arbeit. Dann, wenn ich dann mal in die Gänge komme, mich um Adventskalender und Bastelgeschenke zu kümmern, ist mir alles schon auf dem Serviertablett präsentiert worden. Ich muss mich gar nicht mehr gross anstrengen und überlegen, oder gar im Web suchen, was es denn für Möglichkeiten gibt.

Egal wo man sich digital aufhält, die Antwort bekommt man so oder so, gewollt oder ungewollt. Ich finde das super. Und ja, ich gebe zu, klar speichere ich mir etwas ab, finde ich eine Idee toll. Auf Pinterest habe ich mir jetzt eine eigene Pinnwand dazu angeeignet, damit ich sofort weiss, wo ich Ideen holen kann. Auch ich muss und möchte ich mich noch damit auseinander setzen und für meine Kinder einen Adventskalender machen und Geschenke basteln. Aber eben nicht drei Monate, sondern drei Tage vorher.

Meine Weihnachtsvorbereitungen

In drei Tagen ist der 1. Dezember, in fünf Tagen  der erste Advent. Ob ich ready bin? Nee, ganz und gar nicht. Das einzige was gemacht ist, ist die Deko. Ja genau, bei uns sieht es schon etwas weihnachtlich aus. Aber auch nur, weil wir an diesem Wochenende keine grossen Pläne hatten, das Wetter einfach nur zum daheim bleiben war und ich Lust und Zeit dazu hatte. Aber weder die Goodies für den Adventskalender sind gekauft, noch habe ich angefangen einen Adventskranz zu basteln. Für den Adventskranz habe ich zwar noch das nötige Zeugs vom letzen Jahr zusammen, aber wie ich es umsetze weiss ich noch nicht. Das war übrigens mein Adventskranz von letzen Jahr – schön oder? 🙂

Auch ein Adventskranz gehört zur Weihnachtsvorbereitung

Unser Adventskranz im 2016

Und trotzdem werde ich versuchen alles rechtzeitig fertig zu haben und das auch schaffen – habe ja noch drei resp. fünf Tage Zeit. Mein Kinder werden pünktlich zum 1. Dezember ihren Adventskalender vorfinden. Dafür muss ich eben nicht 2-3 Monate vorher anfangen, der wäre ja bis zum ersten Dezember fast verstaubt. Ob ich mich dadurch gestresst fühle? Nee, eigentlich nicht, denn ich kenne es nicht anders, und ich persönlich, erledige Dinge lieber auf den letzten Drücker. Aber so ist jeder anders, und das ist auch gut so.

Weihnachtsgeschenke basteln

Und die Weihnachtsgeschenke basteln? Das gehört ganz und gar nicht zu meiner Leidenschaft. Erst mal stelle ich mir jährlich die Frage, wer hat eigentlich diese Tradition erfunden Weihnachtsgeschenke für Grosseltern und Gotte/Götti (Paten) etc. zu basteln? Jemand der kreativ ist und gerne bastelt vermutlich, oder? Hier wurde bestimmt nicht an die gedacht, wie zb mich und meine etwa 7 anderen Freundinnen, die nicht gerne basteln und kreativ sind. Ich habe schon als Kind nicht gerne gebastelt und habe schon damals immer die Augen verdreht, wenn meinen Mutter kam und meinte, wir müssen nun (Weihnachtsgeschenke) basteln. Heute wohl alles zum Leidwesen meiner Tochter, denn die bastelt liebendgern, am liebsten täglich und bereits morgens um sieben Uhr….

Versteht mich nicht falsch, ich finde das eine super schöne Tradition, dass die Kinder Weihnachtsgeschenke basteln. Schliesslich erhalten die Kindern in den meisten Fällen ja auch Geschenke von allen (ups sorry, natürlich vom Christkind) und da finde ich es schön, wenn etwas zurückgegeben wird. Wenn ich dann aber merke, dass der ganz Aufwand und die Arbeit der Kinder in keiner Art und Weise geschätzt wird und das Geschenk in der hintersten Ecke eines Krimskramsschrank verstaubt. Oder nicht mal annähernd ein ernstgemeintes Dankeschön zurück kommt (ja war bei uns leider die letzten drei Jahre so) ja dann. dann frage ich mich, was tu ich mir diesen Stress eigentlich an!?

An die Kosten denke ich jetzt mal lieber nicht. Selbst mein Mann sagt mir, was tun wir (oder vielmehr ich, denn er bastelt ja nicht) uns diesen Stress eigentlich an. Auch er hat von seinen Patenkinder noch nicht einmal etwas zu Weihnachten bekommen und versteht den Aufwand den wir hier betreiben nur halb. Aber vielleicht andere Länder andere Sitten, wie tickt Deutschland? Oder das Thema basteln liegt einfach nicht in der Familie. Denn auch er meint, er möge sich nicht daran erinnern, zu Hause mit seiner Mutter jemals gebastelt zu haben. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich mir die beiden beim Basteln auch nicht wirklich vorstellen.

Weihnachtsvorbereitungen - immer dieser Stress und wieso ich es gelassen angehe

Jetzt mal ehrlich, ist nur alles Schein gegen aussen, oder wer ist tatsächlich schon sei längerem fixfertig mit der Weihnachtsorganisation? Wer bastelt gern und und für wen ist basteln ein regelrechtes Muss? Und wo sind diejenigen die wie ich ticken und alles kurzfristig erledigen (müssen). Freu mich auf viele Feedbacks. 

Schön, hast du wieder bei mir vorbei geschaut. Ich wünsche eine stressfreie Adventszeit mit vielen schönen Momenten.

Eure Claudia

 

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4 comments

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4 comments

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Dave 5. Dezember 2017 - 7:44

Ich habe zwar keine Kinder, aber Basteln ist immer was Schönes in der Adventszeit. Wobei ich mir schon vorstellen kann, dass es mit den Kids nicht immer einfach ist dann noch Luft und Zeit zu haben für Bastelstunden. Wie du sagst landen dann teilweise die Geschenke irgendwo und die Dankbarkeit ist eher gering. Meine Erfahrung war immer gut mit Selbstgemachtes aus der Küche. Darüber habe ich kürzlich auch was auf meinem Blog was geschrieben. Ob das wirklich kidstauglich ist wäre noch zu klären. Jedenfalls wünsche ich eine frohe und stressfreie Weihnachtszeit.
Gruss Dave

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Claudia 6. Dezember 2017 - 9:23

Hallo Dave
Noch Kinderlos habe ich immer selbstgemachte Guetzli verschenkt, in meiner Familie super angekommen. Jetzt essen mir die Kids meistens die Guetzli selber, als dass dann noch was übrig ist zum verschenken. 😉 Vorletztes Jahr habe ich eine selbstgemachte Risottomischung verschenkt. Unsere Familien sind wohl etwas speziell, aber ja, das Geschenk wurde zur Kenntnis genommen. So macht Schenken einfach keinen Spass. Und trotzdem habe ich im Hinterkopf wieder was aus der Küche. 😉
Wünsche dir eine schöne Adventszeit – tollen Blog hast du!
Lieber Gruss Claudia

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MOMof4 7. Dezember 2017 - 12:13

Ich wollte mich schon lange zu Wort melden. Doch in der stressigen Vorweihnachtszeit ist es einfach schwierig!
Eigentlich bastle ich liebend gerne. Auch mag ich die Tradition sehr gerne. Doch irgendwie überwiegt bei mir vorallem dieses Jahr der Stress. Ich werde nebst den alltäglichen Dingen bombadiert von Weihnachtsessen, -vorbereitungen, Wichtelgeschenken, etc. von den Kindern, dass ich eines nach dem anderen abarbeite. So ist es ein bisschen schwierig einen kühlen Kopf zu bewahren.
Zugegeben, ich begreife es, dass die Läden und Online-Shops sich rechtzeitig vorbereiten aufs Geschäft ihres Jahres. Aber es nervt manchmal schon.
Für mich ist es dieses Jahr das erste Mal, dass ich einen aktiven Instagram-Account habe. Da sind die #unboxing Social Stories für mich fast unerträglich hahahaha! Bei manchen denke ich, sie haben 100 Geschenke zum Vorbereiten!
Wir in unserer Familie nehmen es easy. Unsere Kinder machen eine Wunschliste, die ich auf Nachfrage gerne Grosseltern und Paten weiter empfehle. Wir Eltern nehmen immer das, was übrig bleibt. Meistens kaufen wir das 2 Tage vor Weihnachten. Letztes Jahr sogar noch an Heiligabend.

Fazit: Mach dir keinen Stress!

P.S.: hat mich gefreut dich beim Adventskalender-Shooting besser kennengelernt zu haben!

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