Home Business & Mindset Rückblick – Das war das Hamerlike-Jahr 2019

Rückblick – Das war das Hamerlike-Jahr 2019

by Claudia

Es ist der 6. Januar 2020. Zum ersten Mal nach zwei Wochen habe ich an diesem Tag meinen Laptop geöffnet. Eigentlich war mein Rückblick 2019 viel früher geplant, aber ich habe ungewollt zwei Wochen Urlaub gemacht. Die Ferien waren schon lange geplant, aber es war nicht geplant, dass ich zwei Wochen nichts mache. Es waren die ersten richtigen Ferien, wo ich keine Blogbeiträge schrieb, keine E-Mails beantwortet habe und auch sonst nicht gross auf Social Media unterwegs war. Und es tat gut. Sehr gut sogar. Ich war zum Jahresende zimlich ausgelaugt und wollte und brauchte eine Pause. Und die hab ich mir zwischen Weihnachtsbaum, Silvestersause und Skigaudi gegönnt.

Das 2019 war nicht mein Jahr – kurz zusammengefasst. Und doch war es ein Jahr, dass ich nicht missen möchte, denn in diesen 365 Tagen habe ich viel gelernt. Über mich, das Leben, Beziehungen, Geld usw. Habe Anfang des Jahres mich weitergebildet und die Schulbank gedrückt, viel gelesen und mich stetig weiterentwickelt. Ich sehe nun viele Dinge anders und klarer als noch vor ein paar Wochen/Monaten und Jahren. Einmal mehr, war mein grösstes Learning ganz klar: Vieles hängt mit dem eigenen Mindset zusammen. Musste aber zum Jahresende auch feststellen, ich hab mich verzettelt und mir zu viel zugemutet.

Der Start ins neue Jahr

Das Jahr fing schon einmal ganz anders an, als die restlichen 36 Jahre – ob es wohl daran lag 😉 ) Anstatt den Jahreswechsel und die ersten Tage im neuen Jahr 2019 in den Bergen, bei Kälte und Schnee zu feiern und zu beginnen, waren wir als Familie bei der Familie im schönen und warmen Namibia. Eine Erfahrung und ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte und ich viele schöne Erinnerungen mit mir trage. Doch grade an diesem Jahreswechsel 2019/2020 habe ich realisiert, dass ich zum Jahreswechsel Berge, klare Bergluft, Schnee und idealerweise Sonnenschein brauche. Liegt vermutlich daran, dass ich ein Wintermensch bin und die Hitze nicht mag.

Nach Namibia ging es dann grad voll Gas weiter. Ich stand mitten in der Ausbildung zum Online Marketing Manager und Abgabe der Diplomarbeit war auf März getimt. Die Ausbildung war, nebst meiner Mutterrolle, Ehefrau und meine Blog Business bei weitem kein Spaziergang. Ein Online Marketing Konzept für die Stoos Bergbahnen auf die Beine zu stellen (die Diplomarbeit) war keine leichte Aufgabe. Ende März dann aber die Erleichterung. Erfolgreich bestanden – eines meiner wenigen und grossen Highlights im 2019.

Danach fiel ich in ein Loch. Ausgelaugt, denn die ersten drei Monate waren ziemlich nervenaufreibend. Ich hab ja nicht nur die eine Ausbildung gemacht, sondern davor mich noch als Social Media Managerin ausbilden lassen. Die Ferien in Dubai, ein langersehnter Wunsch, kamen grade richtig und taten unglaublich gut.

Voller Motivation und Tatendrang

Frisch gestärkt und motiviert kam ich zurück und wahr voller Energie und Tatendrang. Ausschlaggebend war ein Schlüsselerlebnis Ende Januar. Da fuhr ich nämlich ziemlich spontan in ein Wellnesswochenende mit ein paar Lieben, aber mir teils völlig unbekannten Networking Moms Members. Es tat mir unglaublich gut, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Plötzlich fühlte ich mich verstanden.

Damals, abends in der Bar, zusammen mit Maura und Barbara, wurden auch grad Nägel mit Köpfen gemacht und ich habe mir eine Domain gekauft. Diese sollte den Grundstein für meine Zukunft bilden. Während den ersten Monaten schweiften meine Gedanken immer mal wieder zu dieser Domain und das damit verbunden Projekt ab und ich machte mir Gedanken, wie ich mein Blog Business noch besser zum Business erweitern und vorantreiben kann. Ich wollte mich aber bewusst nicht konkret damit beschäftigen, so lange ich noch in der Ausbildung stand.

Aber dann, endlich. Nach dem Dubai-Urlaub hab ich dann die ganze Sache in Angriff genommen. Zwei unabhängige Klarheitsgespräche mit zwei lieben Frauen haben mir geholfen und ich bin zu einem Entschluss gekommen: Ich werde mich selbständig machen. Welchen Bereich ich konkret abdecke, dass musste ich erst noch konkretisieren, zuviele Ideen und Möglichkeiten kreisten mir im Kopf,  aber im Bereich Social Media und Blogging sollte es sein, soviel stand für mich fest.

So manch einer hat mich in der Zwischenzeit gefragt, was mich plötzlich da zu bewogen hat, diesen Schritt zu gehen. Das kann und möchte ich hier nicht in zwei Sätzen erzählen, dafür plane ich einen eigenen Blogbeitrag. Aber soviel verrate ich; ein zweites Schlüsselerlebnis mit Katja und Theta Healing ist nicht ganz unschuldig.

Die Vorbereitungen 

Nachdem ich also wusste wohin mein Weg gehen soll (dachte ich zu dem Zeitpunkt zumindest), hab ich mir eine grobe Planung gemacht und erste Vorbereitungen getroffen. Den Start für mein Business hab ich auf nach dem Sommerferien angelegt. Spannend war allerdings, dass von dem Zeitpunkt an, wo ich mich entschieden habe, mich selbständig zu machen, plötzlich erste Anfragen im Bereich Social Media herein kamen ohne, dass ich gegen aussen hin gross darüber gesprochen hatte. Ein paar wenige Anfragen habe ich zum absoluten Freundschaftspreis abgewickelt. Denn zu dem Zeitpunkt standen weder Preise noch Angebot fest. Ich wollte mich vorbereiten. Haha, wenn ich das nur so höre….

Das berühmte Sommerloch

Die berühmten langen Sommerferien kamen. Im Vergleich zu den letzten Jahren, habe ich diese bewusster mit den Kindern genossen und hab das Arbeiten aufs absolute Minimum gelegt. Was so viel heisst wie: Erreicht habe ich in den 5 Wochen absolut nichts. Dafür hatten wir schöne und entspannte Ferien gehabt. Ist das jetzt gut oder schlecht?

Ein kleiner Meilenstein für Mama und Kind

Mitte August sind wir als Familie einen Meilenstein weitgerkommen. Mein Kleine kam in den Kindergarten, die Grosse in die erste Klasse. Mama hatte plötzlich wieder mehr Zeit. Ganz ehrlich? Nach 6 Jahren, muss man damit auch erst einmal klarkommen 😉 Irgendwie lief mein Start im offiziellen Business harzig, ich fand mich mit so viel Zeit plötzlich nicht mehr wirklich zurecht. Was nicht hiess, dass es schlecht lief. Kunden hatte ich,  die Nachfrage war da, aber ich hatte Problem mich zurecht zu finden und zu strukturieren.

Mein holpriger Start

Doch irgendetwas blockierte mich plötzlich sichtbar zu werden und den Menschen zu erzählen, was ich nun mache und anbiete. Ist es die Angst? Angst von «Was denken die Leute». Angst, zu scheitern, Angst «ich kann das nicht» oder Angst «Ich bin (noch) nicht gut genug»?. Vermutlich ein Mix aus allem. Und trotzdem, ich kämpfte weiter. Hatte mal mehr mal weniger gute Tage. Unterstützt wurde ich von einem Coach und einer Gruppe gleichgesinnter Menschen.

Und so bin ich step by step vom Blog zum Business in meine Selbständigkeit hineingestolpert, die eigentlich begonnen hat, bevor ich offiziell begonnen und kommuniziert habe. Seither begleite und berate ich Menschen, (nebenberufliche) Selbständige in Social Media Marketing und Blogging. Menschen, die wie ich einmal den Entscheid gefasst haben, für ihren Traum zu gehen. Wie ich, haben sie in ihrem Business eine Leidenschaft entdeckt und/oder haben es gewagt neu zu beginnen, oder stehen kurz davor. Wann tust du es?

Glücklich ist, wer daran glaubt, dass es im Leben nie zu spät ist, um neu zu beginnen!”

Was nebenbei noch lief

Während ich also mitten im Aufbau meines Social Media – und Blog Business war, habe ich nebenbei, zusammen mit drei anderen, noch die vierte Swiss Blog Family, der Bloggerkongress in der Schweiz mit organisiert. Eine spannende Aufgabe, die aber auch nicht immer «easy peasy» zu meistern war und ich mich mal wieder im Spagat üben sah. Doch der Aufwand hatte sich gelohnt. Ein erfolgreicher Swiss Blog Family Kongress fand am 11. November 2019 in Zürich-Oerlikon statt – hier mein Rückblick davon. Mit der Planung für den 5. Swiss Blog Family Kongress haben wir bereits begonnen. Dieser wird am 7.11.2020 wieder in Zürich-Oerlikon stattfinden. Wenn du dich für’s Bloggen interessierst, dann dick und fett in die Agenda schreiben. Du fragst dich, warum du bloggen solltest? Dann empfehle ich dir diesen Blogbeitrag.

Ja und wenn das nicht alles schon genug ist, bin ich ja auch noch Mama zweier Kinder, die mich täglich aufs neue fordern und mich manchmal mehr, manchmal weniger zum Lachen bringen, und mich hin und wieder auch an meine Grenzen bringen. Auch mein Mann, meine Familie und Freunde sind noch da und manchmal musste ich mich echt fragen, wie soll ich noch allen gerecht werden?!

Viele Fragezeichen

Im Dezember, der Monat der noch nie mein Lieblingsmonat war, bin ich plötzlich an einem Punkt gekommen wo ich mich gefragt habe, ob das, was ich hier alles mache, eigentlich dass ist, was ich möchte? Plötzlich bin ich ins Zweifeln gekommen. Von Links hiess es liebgemeint «Du musst….» , von Rechts hiess es «mach dich Sichtbar» und von oben hiess es «arbeite an deinen Mindset. Dazwischen all die traurigen Ereignisse die sich in und um unseren Freundes-und Familienkreis ergaben. Ein richtiges Wechselbald der Gefühle.

Plötzlich wurde mir alles zuviel. Ich wusste, ich muss kürzer treten und das tat ich dann auch – so gut das halt im Weihnachtstrubel ging. Ich habe mir gesagt; Müssen muss ich gar nichts, Sichtbar machen ok, aber auf meine Art und Weise. Mir wurde schlagartig bewusst, dass eine gewisse Kommunikation in Social Media nicht dem meinen entspricht und ich nicht auf diesen Zug aufspringen kann und möchte. Mein Mindset ist noch immer optimierungsbedüftigt, aber im Vergleich zu dem, wo ich noch vor ein paar Jahren stand, um einiges besser.

Mein Erkenntnisse

Gleichzeitig merkte ich plötzlich, wie ich die vergangenen Wochen anfing mich zu verzetteln, merkte, wie ich Dinge vergass und musste feststellen, dass grad alles etwas zu viel ist. Ja sogar erste gesundheitliche Zeichen machten sich bemerkbar – oh oh…!. Ich stellte mir die Frage, macht das alles noch Sinn was ich hier mache? Ist es das was ich eigentlich möchte, von dem ich träume? Macht es mir Spass? Ich kam zum Entschluss: Nicht ganz und irgendwie doch.

Der entscheidende Tapetenwechsel

Über die Weihnachtsfeiertage und in der frischen Bergluft, wurde mir plötzlich so einiges klar. Mir wurde bewusst dass ich mich unbewusst in eine Ecke hab schieben lassen. Angetrieben und fasziniert von der Energie und Motivation der anderen wollte ich mitziehen und mithalten. Ich hab dabei aber fast vergessen, darauf zu achten, was ich eigentlich möchte. Hab mich dafür zu sehr zurückgezogen, und mich zu stark aufs Business konzentriert. Hab mich leiten lassen was andere mir sagen, wäre gut für mich und sollte ich machen. Gelernt habe ich dabei unglaublich viel. Zum Schluss jedoch auch, was ich nicht möchte und das ich diesem Tempo nicht folgen und mithalten kann. Was für eine Erkenntnis. Schön und gut, aber jetzt stehe ich da und frage mich, wie geht es jetzt weiter?

Meine Learnings im 2019

In diesem Jahr hab ich viel über Glaubenssätze, Blockaden und das innere Kind gelernt. Deine Kindheit prägt ein Grossteil deiner Glaubensätze. Die Glaubenssätze deines Umfeldes, werden plötzlich zu deinen eigenen. Uff… Ein Grund, warum Probleme und Erfolg oft über Generationen weitergegeben werden. Aha… klingelingeling…..

Weiter, habe ich die Erfahrung gemacht, wie eine Morgenroutine helfen kann, fokussierter und motivierter in den Tag zu starten, auch mir. Mitlerweile meditiere ich (fast) täglich. Hättest du mir das noch vor einem Jahr erzählt, hätte ich dich ausgelacht. Aber weisst du was, es ist unglaublich, wie gut es tut und was es bewirkt. Probier es aus. Ich weiss jetzt auch, was Affirmationen sind und manifestiere und visualisere meine Wünsche und Ziele täglich. Ebenso hat das Thema Dankbarkeit einen grossen Einfluss in meinen/unseren Alltag erhalten. Das ist bereits auf meine Kinder übergeschwappt und selbst sie freuen sich, mir am Abend mitzuteilen, worüber sie dankbar sein und das ganz ohne grosse Aufforderung. Ja manchmal streiten sie sich sogar, wer zuerst erzählen darf.

Ein weiteres Learning im 2019 war: Es lohnt sich, in sich selber zu investieren. Ja, es hat mich zwar so einiges an Lehrgeld gekostet, aber es waren für mich definitiv die besten Investitionen, jeden einzelnen Rappen war es mir wert. Ich lernte nicht nur mich neu kennen sondern mir kamen dabei neue Ideen und dabei öffnete es mir wieder neue Türen und Wege.

Hör niemals auf in dich selbst zu investieren!

Mein Fazit 

Du siehst, mein 2019 war voll von vielen lehrreichen Erfahrungen. Einge regelrechte Achterbahn mit Ups and Downs. Und wie so oft im Leben, muss man erst eine nötige Distanz (in diesem Fall Tapetenwechsel) haben, oder eines aufs Dach bekommen *smile*, um sich über ein paar Dinge klar zu werden.

Nun war ich also zwei Wochen in den Skiferien, habe, wie oben bereits geschrieben, zwei Wochen meinen Laptop nicht aufgemacht und musste mit Erschrecken feststellen: Ich bin von meinem Weg abgekommen.

Aber ich bin überzeugt, der Weg, und somit das Jahr 2019 hat mir erste Weichen gestellt, Augen geöffnet und eins gezeigt: Geh in deinem Tempo. Hör auf dich und mach was dir gut tut und höre nie auf zu träumen. Egal was andere davon halten und dir sagen.

Auf geht es in’s 2020

Nun liegt mein Fokus in den ersten Wochen darin, erst einmal Klarheit über mein Social Media & Blog Business zu bekommen.  Dafür werde ich mich von Ballast und Altlasten trennen, um voreingenommen zu starten. Erst muss ich ausmisten, aufräumen und Ordnung schaffen. Ich hab schon damit begonnen. Hab Newsletter abbestellt, bin auf Facebook und Instagram Profilen und entflogt die für mich nicht mehr wichtig erscheinen und es fühlt sich so gut an.

Eins wurde mich auch klar: Ich möchte wieder deutlich mehr Blogbeiträge schreiben (im 2019 waren es nur ganze 14), denn ohne meine Blog wäre ich letztendlich nicht da, wo ich heute bin und das soll nun einfach wieder vermehrt dazugehören. Etwas, dass ich im 2019 definitiv vernachlässigt habe. Ich möchte weiterhin meine Erfahrungen an dich weiter geben und dir Einblick geben in meinen Werdegang, für denn Fall, dass auch du an dem Punkt stehst, wo ich einmal stand – oder wieder stehe. Es ist nie zu spät, um neu zu beginnen.

Ah ja, und meine Ziele müssen auch noch neu definiert, respektiert nochmals überarbeitet werden. Kennst du eigentlich den Unterschied von Vorsätze und Ziele setzen? Ein Vorsatz ist eine Absicht, in einer Situation ein Verhalten auszuführen. Ziele hingegen sind Aussagen über angestrebte Zustände in der Zukunft, die durch entsprechendes („zielorientiertes“) menschliches Verhalten erreicht werden sollen. Mehr dazu im Blogbeitrag. Aber merke dir, es lohnt sich, Ziele zu setzen.

Nun wünsche ich dir ein bombastisches Jahr 2020. In der Zwischenzeit ist der 13. Januar 2020 und ich bin schon etwas in Rückstand geraten, u.a. auch mit diesem Blogbeitrag. Mich hats gleich zu Beginn der ersten Arbeitswoche ins Bett gehauen und darum geht mein Rückblick erst jetzt online. Ich kämpfe zwar noch immer ein bisschen mit gesundheitlichen Problemen. Ist das etwa ein weiteres Zeichen? Für mich ein eindeutiges Ja und drum werde ich es langsam angehen.

Der Weg ist das Ziel

Dir wünsche ich fürs 2020 beste Gesundheit, viel Freude und Liebe, viel Zuversicht und dass all deine Träume in Erfüllung gehen. Hab auch du den Mut neu zu beginnen. Viel Erfolg dabei.

Ich danke dir, dass du bis zum Ende gelesen hast. Der nächste Beitrag wird wieder kürzer 😉

Alles Liebe
Deine Claudia ♥

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