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Morgenroutine entwickeln: Vorstellung versus Realität

by Claudia
Morgenroutine entwickeln

Wenn ich in den letzten Tagen, Wochen, Monaten, ja sogar in den letzten beiden Jahren seit es meinen Blog gibt, etwas gelernt habe, dann drei Dinge: Entwickle eine Routine, um deine Ziele zu erreichen. Arbeite mit Struktur um noch produktiver zu werden. Arbeite an deinem Mindset. In diesem Blogbeitrag widme ich mich dem Thema Routine. Es scheint, dass alle erfolgreichen Menschen auf Routinen setzten. Viele davon schwören auf die tägliche Morgenroutine. Ich fand den Gedanken interessant, schliesslich möchte auch ich mit meinem Blog Business erfolgreicher werden.

Ich bin der Sache auf den Grund gegangen und habe mich in dieses Thema eingelesen und nach Ideen und Möglichkeiten gesucht für mich eine Morgenroutine zu entwickeln. Wieso? Dazu schreibe ich später.

Wieso brauchst du eine Morgenroutine?

Durch meine Recherchen habe ich herausgefunden, das Routinen zu folgendem verhelfen.

  • Durch Routine sparst du Zeit und Energie
  • Eine Routine macht dich produktiver
  • Mit einer Routine lebst du gesünder
  • Eine Routine ist die Grundlage für den Erfolg
  • Routinen machen dich glücklicher
  • Routinen sind auf deine Bedürfnisse abgestimmt
  • bei einer Morgenroutine nutzt du die wichtigste Zeit des Tages

Welche Morgenroutinen gibt es?

Die wichtigste Zeit sind die Stunden nach dem Aufstehen. Nimmt man sich morgens Zeit für etwas, was einem gut tut – ein bisschen Me-Time, startet man viel motivierter und gutgelaunt in den Tag. Klingt gut, oder? Somit habe ich mich auf die Suche gemacht, welche typischen Morgenroutinen es denn so gibt:

  • Jeden Tag zu selben Zeit aufstehen
  • Meditieren
  • Yoga machen
  • Sport machen
  • Musik hören
  • Ein Glas warmes Zitronenwasser trinken
  • Ein Glas warmes Wasser trinken
  • Mit dem Hund spazieren gehen
  • Die Betten machen
  • Die Räume gut durchlüften
  • Ein gesundes Frühstück essen
  • Journaling
  • Dankbarkeitstagebuch führen
  • Erfolgstagebuch führen
  • 1-3 Tagesziele setzen
  • Eine To Do Liste schreiben

Das sind nur ein paar der vielen Möglichkeiten, die ich in den vergangen Monaten immer und immer wieder über Morgenroutine zu lesen bekommen habe. Mal abgesehen von Lüften und Betten machen, war bei mir jeder Morgen gleich chaotisch und und hektisch, eine Routine existierte nicht wirklich. Und das eigentlich erst, seit ich Mama bin und morgens zu Hause und in erster Linie für die Kinder da bin.

Morgenroutine entwickeln: Vorstellung versus Realität

Morgenroutine entwickeln: Vorstellung versus Realität

Damals…

Ich bin immer irgendwann zwischen 06:30 und 07:00 Uhr aufgestanden. Meistens zusammen mit den Kids, die mich ein paar Minuten vorher schon geweckt haben. Je kleiner sie waren, desto mehr hab ich nach dem Prinzip gelebt: Schlaf morgens so lange du kannst. Und das war übrigens nie lange! Ganz selten bin ich alleine und vor meinen Kids aufgestanden.

Egal ob mit oder ohne Kids, der erste Schritt war meist der Gang zu Kaffeemaschine. Mit dem Handy in der Hand habe ich mich auf das Sofa gesetzt. Habe durch die News gescrollt, ein bisschen Instagram hier, ein bisschen Facebook da. Mein Kids waren mal mehr, mal weniger aktiv und sassen resp. lagen neben mir. Früher haben sie in der Zeit noch ihren Schoppen getrunken. Diese Zeit ist nun längst vorbei.

Dann hab ich mich geduscht und angezogen, manchmal die Kinder davor, manchmal danach. Seit die Grosse im Kindergarten ist, haben wir einen etwas strukturierteren Morgen. Spätestens um 07:30 wird gefrühstückt und in der Zeit hab ich meinen Kindern das Frühstück und den Znüni vorbereitet und darauf gewartet, bis um 8 Uhr die grosse Tochter aus dem Haus geht und das erste Mal Ruhe im Haus einkehrt.

Der Morgen ist bei uns, seit die Grosse im Kindergarten ist, oft ziemlich unruhig und hektisch. Immer ein Kind, dass entweder sich nicht anziehen lassen möchte, über die falsche Kleiderauswahl motzt, nicht frühstücken möchte oder einfach trödelt und uns alle in Zeitdruck bringt.

Etwas muss sich ändern!

Irgendwann bin ich an dem Punkt gewesen, wo ich mir sagte, dass kann es doch nicht sein, jeden morgen, entweder gestresst, schlecht gelaunt oder fix und fertig ab dem Kampf mit den Kindern. In diesen 1.5 Stunden hat sich alles um die Kinder gedreht, um mich aber keine 5 Minuten. Aus Gesprächen mit Freundinnen, weiss ich übrigens, dass es ganz vielen Mütter morgens auch so geht. Das hat mich etwas beruhigt.

Dennoch, Kommunikation um diese Uhrzeit ist einfach nicht meine Stärke, Kinder bespassen um die Uhrzeit noch weniger. Stress am morgen ganz schlecht. Etwas, das ich erst zusammen mit meinen Kindern so richtig realisiert habe. Früher und ohne Kinder, hatte ich morgens nicht nur meine Ruhe, sondern wohl auch meine Routine und bin – dank genügend Zeit – stressfrei und entspannt aus dem Haus.

So, es musste sich was ändern. Ich muss morgens mehr Zeit und Luft für mich haben. Ein bisschen Me-Time! Genau aus diesem Grund, habe ich mit dem Thema Morgenroutine auseinander gesetzt.

Meine ersten Versuche eine Morgenroutine zu entwickeln

Anfangs habe ich den Wecker auf 06:00 Uhr gestellt, in der Hoffnung ca. eine halbe Stunde Zeit für mich zu haben. In Ruhe einen Kaffee zu trinken, ohne Kommunikation. Als ich aber bemerkt habe, dass das nicht viel bringt, habe ich angefangen um 05:30 den Wecker zu stellen.

Gleichzeitig hab ich eine dieser empfohlenen Morgenroutinen einfliessen lassen. Anstelle eines Kaffees habe ich ein warmes Glas Wasser auf nüchternen Magen getrunken. Das war aber nicht so meins. Irgendwann habe ich geswitched und so trinke ich nun jeden Morgen als erstes ein heisses Zitronenwasser. Der erste Kaffee folgt oft viel später, ab und zu geht er sogar ganz vergessen. Die Wirkung eines heissen Zitronenwassers ist für mich erstaunlich. Probier es mal aus. Ich kann es nur empfehlen.

Kann Meditieren helfen?

Auch habe ich mich dem Thema Meditation gewidmet und angefangen zu meditieren. Wieso? Ganz einfach, alle reden davon und schwören darauf. Ich wollte mitreden und habe es selber versucht. Denn nur wer es ausprobiert, kann auch mitreden und beurteilen. Nach bestem Willen habe ich versucht zu meditieren. Wie weiss man überhaupt, dass man richtig meditiert? Gibt es da ein richtig oder falsch? Ich habe mit Hilfe von Apps und geführten Meditationen meditiert. Anfangs bin ich mir ziemlich doof vorgekommen und musste teilweise auch über mich selbst lachen. Ich empfand es als unglaublich anstrengend, immer so kerzengerade aufrecht dazusitzen und einfach nichts tun.

Ich habe es auf maximal 15 Minuten beschränkt. Doch selbst das war jeden zweiten Tag eine Herausforderung. Entweder stand plötzlich eines meiner Kinder da und meinte „Mama, was machst du da Komisches“? Oder dann hantierte und klapperte mein Mann im Hintergrund in der Küche, was noch weniger ideal zum Meditieren war. Ich bin also zum Entschluss gekommen, dass für mich Meditieren um diese Uhrzeit weniger entspannend und zielführend war. Jetzt meditiere ich manchmal bevor ich schlafen gehe. Wieso? Weil Meditieren wirklich gut tut. Es entspannt und motiviert – mich zumindest. Es tut gut! Meditieren tut gut! Ja, ich hätte nie gedacht, dass ich das mal schreiben werde.

Sport am Morgen?

Früher, noch kinderlos und ausgerüstet mit einem Cross- oder Hometrainer zu Hause, stand ich 6 Uhr morgens auf einem dieser Geräte und habe 30 Minuten Sport gemacht. Für mich der ideale Start in den Tag, wenn ich wusste, ich konnte mittags oder abends nach der Arbeit nicht mehr ins Fitnessstudio. Noch ohne Kinder stand für mich 5 Mal die Woche Sport auf dem Program.  Jetzt mit den Kindern kommt für meine Verhältnisse der Sport leider etwas zu kurz. Ich bin froh, wenn ich es zwei Mal ins Studio schaffe. Bei uns zu Hause steht in der Zwischenzeit weder ein Cross- noch Hometrainer, also habe ich mir überlegt, ob Sport mit Laptop oder TV eine Möglichkeit ist und versuchte es mit Yoga am Morgen.

Aber auch Yoga am Morgen wollte bei mir nicht fruchten. Ähnlich wie beim Meditieren, Kids und Mann waren Störfaktor Number One um diese frühen Uhrzeiten. Somit praktiziere ich Yoga nur noch in meinen Gedanken und nicht als Morgenroutine.

Journling, Achtsamkeit oder Manifestieren?

Es musste also etwas anderes her. Noch früher aufstehen wollte ich nicht. So hab ich mich dem Thema Journaling, Mindset, Achtsamkeit und Manifestieren gewidmet und schnell bemerkt, dass lässt sich super vereinbaren, auch dann wenn der Mann morgens noch anwesend ist.  Egal ob meine Kids mal früh oder später aufstehen.

Morgenroutine entwickeln mit Journaling

Morgenroutine entwickeln mit Journaling – Photo by Plush Design Studio on Unsplash

Manchmal, wenn die Zeit es zulässt, lese ich auch in ein Buch, das trifft hauptsächlich Samstag und Sonntag zu – mein Wochenendritual, oder lese in Magazinen.

Meine Morgenroutine

Heute sieht meine Morgenroutine in etwa so aus: Um 05:45 aufstehen, ein Glas heisses Zitronenwasser zubereiten und trinken. Küche/ Wohnzimmer lüften. Entweder setzte ich mich aufs Sofa oder an den Esstisch, schnappe mir meine Agenda und mein Journaling Buch und notiere, was ich heute zu erledigen haben und möchte. Ich setze Prioriäten. Schreibe an Tagen wo ich einkaufen muss, eine Menüplanung für mindestens drei Tage und schreibe die Einkaufsliste. Auch schreibe ich sonstige Gedanken nieder. Dinge, die mich bewegen, worüber ich dankbar bin, was mir Freunde gemacht hat usw.

Täglich lese ich mir meine Ziele vor (meine Vision), die ich in meinem Handy gespeichert habe. Auch habe ich mir Affirmationen als Sprachnachricht aufgenommen, die mir helfen sollen, an Tagen, in denen ich nicht motiviert bin, positiv zu denken und lasse diese abspielen.

Wenn ich all das gemacht habe, lasse ich mir einen Kaffee raus, scrolle durch Social Media, arbeite noch etwas wenn die Zeit reicht und wecke spätestens um 7 meine Kindern und der Alltag beginnt.

Ich habe bemerkt, dass diese kleine, knapp einstündige Routine früh morgens mir enorm gut tut. Mir hilft, entspannter und motivierter in den Tag zu starten. Eine ganze Stunde Zeit nur für mich. Nur für mich, ich alleine. Selbst wenn die Kids schon wach sind, auch sie wissen in der Zwischenzeit, dass man Mama um diese Uhrzeit lieber in Ruhe lässt. Sie tun es mir nach, setzen sich an den Tisch und fangen an zu malen oder hören Geschichten. Diese kleine einstündige Morgenroutine hilft mir insbesondere an Tagen, an denen ich Arbeite enorm.

Diese Erfahrung habe ich während 10 Monaten gemacht. Es gibt noch immer Optimierungsbedarf, mir fehlt an manchen Tage die Sporteinheit. Vielleicht doch wieder ein Hometrainer für zu Hause? Aber seit ich morgens eine gute Stunde nur für mich habe, bin ich morgens einiges positiver und entspannter. Am Wochenende bin ich nicht ganz so streng und stehe ohne Wecker auf.

Wie mir meine Morgenroutine hilft

Es hilft mir, dass ich nicht als erstes mein Handy in die Hand nehme und durch Social Media und die News scrolle. Weiter hilft es mir, dass, wenn dann mein Arbeitstag beginnt, ich meine To do’s bereits kenne und sofort loslegen kann. Ich bin viel motivierter und starte auch fokussierter in den Tag. Ob ich damit jetzt erfolgreicher werde und bin, dass lässt sich schwer beurteilen.

Nach meinen Selbstversuch kann dich dir nur anraten, dir auch eine Morgenroutine zu entwickeln. Dafür gibt es kein richtig und kein falsch. Es ist auch egal, ob deine Morgenroutine 15 Minuten dauert oder eine Stunde. Aber es braucht etwas Durchhaltewillen um Ergebnisse zu sehen. Du solltest das Warum kennen. Warum möchtest du etwa verändern, eine Routine entwickeln? Was erhoffst du dir dabei? Wichtig dabei ist einfach: Die Morgenroutine muss zu dir passen.

Hier noch ein paar Morgenroutinen erfolgreicher Chefs.

Aber vielleicht hast du ja schon deine Morgenroutine. Wie sieht die den aus? Schreibe sie doch unten im Kommentarfeld.

Machs gut und bis bald

Deine Claudia ♥

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1 comment

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1 comment

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Weber Fatima 29. Juni 2019 - 18:10

Ohhhh ja ich habe meine Morgenrituals – ohne die ginge nichts und ich wäre den ganzen durch den Wind. Sie geben mir Sicherheit und Vertrauen in mich. Danke Liebes – toller Bericht Herzlichst, Soleil Fatima

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